Feuerwehr - Neuigkeiten 2008

Auf dieser Seite finden Sie Informationen und Bilder zu Veranstaltungen der Stadtteilwehr Trusetal und des Feuerwehrvereines im laufenden Jahr.

===================================================================================================================

19.11.2008 - Zeitungsbericht über die Feuerwehr Trusetal

Bericht aus der STZ vom 19.11.2008
 
Die Herausforderung liegt in der Fläche
 
36 Personen bilden die Einsatzabteilung / Ortsbrandmeister ist seit 2005 Danny Wagner
Trusetal – Mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von sieben und einer Ost-West-Ausdehnung von 3,5 Kilometern ist Trusetal mit fünf Ortsteilen Trusen, Herges, Elmenthal, Laudenbach und Wahles eine sehr große Gemeinde. Entsprechend zugeschnitten die Aufgabengebiete der Freiwilligen Feuerwehr, zu deren Einsatzabteilung 36 Kameraden gehören.
 
Mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von sieben und einer Ost-West-Ausdehnung von 3,5 Kilometern ist Trusetal mit fünf Ortsteilen Trusen, Herges, Elmenthal, Laudenbach und Wahles eine sehr große Gemeinde. Entsprechend zugeschnitten die Aufgabengebiete der Freiwilligen Feuerwehr, zu deren Einsatzabteilung 36 Kameraden gehören.
Auch industriell ist der Ort gut aufgestellt. Von kunststoffverarbeitenden Betrieben über Metallunternehmen bis hin zu Sägewerken und Tischlereien reicht die Bandbreite. Obendrein gibt es umfangreiche Heu- und Strohlager der beiden Rinderzuchtanlagen in der Kalkbornstraße und „An der Mommel“ sowie im Schafstall im Baierstal.
Die Wehrleute um Ortsbrandmeister Danny Wagner wissen, dass gerade dort eine hohe Brandlast steckt. Daher wurden an Schwerpunktobjekten besonders in den Gewerbegebieten Mommel, Im Baierstal und Mitte immer wieder Einsatzübungen anberaumt. Dazu zählen Regelschule und Rathaus. Aber auch die etwas abseits gelegenen Gaststätten und Pensionen wie die „Hohe Klinge“ und die in der Umgebung des Wallenburger Turmes gehören zu den „Betreuungsobjekten“ der Freiwilligen Feuerwehr Trusetal. Mit dem Schaubergwerk „Hühn“ gibt es eine weitere Besonderheit im Ort. Entsprechend existieren ein Hilfeleistungspläne. Ohnehin treffen sich die Kameraden jeden zweiten Mittwoch um 18 Uhr für zwei Stunden am Gerätehaus zur Ausbildung. Je nach Jahreszeit steht Theorie oder Praxis im Plan. Dazu kommen übers Jahr größere Übungen an vier Samstagen.
 
Mit der Einsatzbereitschaft am Tag haben die Trusetaler keinerlei Probleme. Zwischen 6 und 16 Uhr sind zwölf Kameraden abrufbar. Fünf davon arbeiten beim kommunalen Bauhof, weitere vier sind in der ortsansässigen Firma Wiegel im Gewerbegebiet Baierstal beschäftigt. „Im Ernstfall werden die Kameraden problemlos vom Arbeitgeber freigestellt“, berichtet Ortsbrandmeister Danny Wagner. Seit 2005 leitet er die Wehr. Sein Vorgänger Gerd Böhm war neun Jahre im Dienst. Als Stellvertretender von Danny Wagner fungiert Marcus Brenn. Die beiden sind als dynamische Doppelspitze aktiv und sich einig: „Die Trusetaler können sich sicher fühlen.“ Nach Feierabend und am Wochenende sorgen über 20 Wehrleute dafür. Nur ein gut ausgebildeter Feuerwehrmann kann im Notfall die richtige Hilfe leisten. Alle 36 zur Einsatzabteilung gehörenden Kameraden sind in Besitz der Grundausbildung. 21 Wehrleute sind geschulte Atemschutzgeräteträger. Neun legten den Motorkettensägenschein ab. Weiter gibt es in der Wehr 19 Maschinisten, neun Gruppenführer, drei Zugführer und zwei Verbandsführer. Regelmäßig nehmen die Kameraden an kreislichen Lehrgängen teil. Momentan sind zwei von ihnen zur Weiterbildung an der Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz.
Der letzte große Brand ereignete sich am 8. Juni 2005. Damals stand das Dachgeschoss eines Wohnhauses auf der Linsenwiese in Flammen. Die Wehr war mit 16 Kameraden im Einsatz. Hilfe bekam sie von der Nachbarwehr Brotterode. Am häufigsten werden die Floriansjünger zu Verkehrsunfällen gerufen. Nach der Wende konzentrierten die sich in der Waldhausstraße. Später wurde die Liebensteiner Straße zu einem Unfallschwerpunkt. Gegenwärtig pasiieren Verkehrsunfälle vermehrt auf der Strecke zwischen Trusetal und Brotterode.
Sehr gute Kontakte verbindet die Freiwillige Feuerwehr Trusetal mit den Nachbarwehren in Bad Liebenstein, Meimers, Bairoda und Brotterode. Auch zur Partnerwehr im hessischen Nentershausen werden freundschaftliche Beziehungen gepflegt. Zahlreiche Absicherungen gehören ebenfalls zu den Aufgaben der Trusetaler Einsatzabteilung, ob Kirmes, Trusetaler Radrundfahrt, Wartburgrallye und Seifenkistenrennen. Weiter beteiligen sie sich regelmäßig an der Orientierungsfahrt des Kreisfeuerwehrverbandes Schmalkalden-Meiningen.
Großen Wert legen die Kameraden auf die Nachwuchsförderung. So gibt es seit 1991 eine sehr aktive Jugendfeuerwehr, die gegenwärtig von Alexander Ehemann und seinem Stellvertreter Kevin Schlott geleitet wird.
 
Schon seine Vorgänger Danny Wagner, Enrico Möller und Christian Teichmann leisteten eine ausgezeichnete Nachwuchsarbeit. Ins Leben gerufen wurde die Jugendwehr von Harty Ullrich, der zu DDR-Zeiten bereits eine Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“ betreute. Seit den Jahren ihres Bestehens traten bislang 22 Kameraden in die Einsatzabteilung über. „Das ist mehr als lobenswert“, sagt der Ortsbrandmeister und weiß, dass Quereinsteiger in die Feuerwehr relativ selten vorkommen. Dienstags trifft sich der Nachwuchs für zwei Stunden im Gerätehaus. Stehen Wettkämpfe bevor, bereitet man sich gezielt darauf vor. Teilnahmen an der Orientierungsfahrt für Jugendwehren und dem Kreisjugendzeltlager sind für Alexander Ehemanns Truppe selbstverständlich. Auch legten sechs Jugendliche bereits die Stufe I der Jugendflamme ab. Weiter werden gemeinsam mit Meimers und Bairoda Zeltlager veranstaltet und auch Kontakte zur Jugendfeuerwehr der Stadt Leipzig bestehen. Geknüpft wurden sie vom ehemaligen Jugendwart Christian Teichmann. Gleichwohl ist der Nachwuchs auch sportlich fit. Und auch die Öffentlichkeitsarbeit gehört zu den Aufgaben der Jugendwehr. Alle zwei Jahre ist man bei Projekttagen der Regelschule anwesend und man kümmert sich um die Brandschutzerziehung der Jüngsten im Kindergarten.
Seit 1991 gibt es in Trusetal einen Feuerwehrverein. Dessen Vorsitz hat Heiko Baumgarten inne, sein Stellvertreter ist Gerhard Moldenhauer. Im Laufe seines Bestehens kaufte der Verein für die Einsatzabteilung zwölf Funkmeldeempfänger, einen Laptop und zwei Zelte für die Jugendwehr. Auch stellte er erhebliche Mittel für Feuerwehrbekleidung bereit. Selbst das Einsatzleitfahrzeug würde ohne finanzielle Unterstützung des Feuerwehrvereins nicht in der Garage stehen.