Jahreshauptversammlung 2017

Bericht aus der STZ vom 16.03.2017 (Bild und Text: Annett Recknagel)

Kreisbrandmeister Klaus Kleimenhagen lobte den hohen Ausbildungsstand der Trusetaler Kameraden. 20 Einsätze absolvierte die Wehr 2016.

Bürgermeister Karl Koch zeigte sich zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Trusetal recht zuversichtlich: "Auch in unserer neu zu bildenden Kommune wird die Wehr, so wie jetzt, Bestand haben", betonte er und attestierte der Trusetaler Mannschaft Zuverlässigkeit und hohe Einsatzbereitschaft. "Die Bürger können also beruhigt sein", so Koch. In der Trusetaler Einsatzabteilung könne sich einer auf den anderen verlassen. "Egal, wie groß die Stadt ist, die freiwillige Feuerwehr ist eine Pflichtaufgabe der Kommune und was wir machen können, machen wir", stellte der Bürgermeister heraus.

Stadtbrandmeister Jens Peter wies darauf hin, dass künftig ohnehin die Zusammenarbeit zwischen den Wehren vertieft werden müsste. Gerade während der kritischen Zeit, zwischen 6 und 16 Uhr, sei das der Fall. Und Wehrführer Marcus Brenn fügte hinzu: "Die Aussage - das ist unser Feuer - ist nicht mehr zukunftsfähig." Denn in der neu strukturierten Stadt könnten Menschenleben nur noch durch gemeinsames Handeln gerettet werden. Gleiches treffe auf den Schutz von Hab und Gut der Bevölkerung zu. In den nächsten zwei Jahren werde es Veränderungen geben. Brenn sprach von einer neuen Wehrführung, neuen Richtlinien und neuen Aufgaben. Erleichtert werde all das unter anderem durch eine Zentralisierung der Lagerbestände und die Vernetzung der Feuerwehr-Verwaltungssoftware. Die Anpassung der Schutzkleidung an die neuen Gegebenheiten erfolge bereits. Zudem forderte Brenn an ein Umdenken in den Köpfen der Wehrmitglieder, aber auch in denen der Kommunal- und Landespolitiker.

Der Schmalkalder Stadtbrandmeister Michael Pfunfke, der als Gast an der Jahreshauptversammlung teilnahm, sagte: "Die Ausbildung in den Feuerwehren ist planbar - alles andere nicht." Die Piepser würden meist zu unpassenden Zeiten den Alarm melden. Das ist eben Feuerwehr. Weiter lud Pfunfke die Trusetaler zu einer im Mai im Schmalkalder Feuerwehrgerätehaus geplanten Kreiskonferenz ein. Dabei gehe es um die zukunftsorientierte Feuerwehr. An drei Tischen würden Gespräche zur Feuerwehr und Kommune, Feuerwehr und Landkreis und zum Kreisfeuerwehrverband angeboten.
Zur Trusetaler Mannschaft von Wehrführer Marcus Brenn gehören derzeit 37 Einsatzkräfte. Im vorigen Jahr wurden sie mit insgesamt 20 Vorfällen konfrontiert. Dabei reichte die Bandbreite von der technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen, der Beseitigung von Unwetterschäden und Ölspuren bis hin zu Türöffnungen. Verschiedene Absicherungsmaßnahmen waren ebenso an der Tagesordnung, wobei die Wehr selbst ein Sondereinsatzkommando bei deren Tätigkeit durch das Absichern der entsprechenden Bereiche unterstütze. Ebenso gehören ein Heckenbrand im Juli und ein Schornsteinbrand im Dezember zu den Einsätzen 2016.


Den Ausbildungsstand bezeichnet der Wehrführer als sehr gut. Unter anderem gehören 28 Atemschutzgeräteträger zur Trusetaler Truppe. Ebenso sind 29 der 37 Kameraden der Einsatzabteilung Maschinisten, 17 davon dürfen Großfahrzeuge steuern. Die pro Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr gesetzlich festgeschriebenen 40 Ausbildungsstunden im Jahr seien heutzutage nicht ganz einfach zu leisten. "Oft beeinflussen Schichten oder Montagearbeiten diesen Dienst", so Brenn. Allein in Trusetal arbeiten 25 Kameraden im Schicht- und Montagesystem. Tagsüber seien einzig neun Kameraden verfügbar. Seitens der Wehr werden den Mitgliedern die entsprechenden Schulungen angeboten. Brenn appellierte an alle Anwesenden, diese auch entsprechend zu nutzen.

"Um im Ernstfall eine bessere Routine zu bekommen", sagte er. Auf Kreis- und Landesebene hatten sich im vorigen Jahr acht Kameraden an Lehrgängen beteiligt.
Dank sagte Marcus Brenn der Stadt Brotterode-Trusetal. Alle für den Einsatz und Tagesdienst erforderlichen Investitionen seien ermöglicht worden. Demnächst bekommt der Versammlungsraum im Gerätehaus neue Möbel. In der Stadtverwaltung nicht mehr gebrauchte werden der Feuerwehr zugutekommen. Dafür eingesetzt hat sich der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Heiko Baumgarten. Zudem spendierte der Verein 800 Euro für den Kauf neuer Schutzkleidung für die Jugendfeuerwehr und weitere 2600 Euro für die Einsatzabteilung. Dafür konnten eine neue Kettensäge, ein Werkstattwagen und mehrere Handlampen angeschafft werden.

Reibungslos war in Trusetal die Arbeit mit dem Feuerwehrnachwuchs. Zur Jugendfeuerwehr gehören 13 Mädchen und Jungen. Die Ausbildung erfolgt regelmäßig. Dafür verantwortlich sind in erster Linie Sebastian Rommel und Andreas Ullrich.

Neuaufnahmen: Danny Amling, Christiane Stortz, Oliver Raabe
Feuerwehrmannanwärter: Danny Amling
Feuerwehrmann: Florian Rommel
Oberfeuerwehrmann: Christiane Stortz
Hauptfeuerwehrmann: Adrian Storch
Oberlöschmeister: Alexander Ehemann, Rayk Baumgarten
Brandmeister: Kevin Schlott, Sebastian Rommel
Ernennung zum Verbandsführer: Sebastian Rommel
10 Jahre Feuerwehr: Andreas Ullrich, Felix Wolf
40 Jahre Feuerwehr: Helmut Groß
60 Jahre Feuerwehr: Reinert Häfner