Jahreshauptversammlung 2016

Zu 29 Einsätzen mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Trusetal im vergangenen Jahr ausrücken. Bilanz zog jetzt Wehrführer Marcus Brenn.

Ob Holzstapel, Personenkraftwagen, Nebengebäude. Baum und Radlader - wenn es in der Gemarkung Trusetal brennt, rücken die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr sofort aus und löschen das Feuer. Im vorigen Jahr waren es nur diese fünf Brände, die erfolgreich bekämpft wurden. Insgesamt wurde die Mannschaft von Wehrführer Marcus Brenn 29 Mal gerufen. Zum Großteil standen technische Hilfeleistungen an.

"Das Einsatzspektrum hat sich gewandelt und ist recht vielfältig geworden", stellte der Wehrführer heraus und nannte als Beispiel Baumsperren, Türöffnungen und die Beseitigung von Ölspuren. Im Mai wurden die Floriansjünger gar als Wassertransporteure gebraucht, um die Zisterne auf dem Sportplatz aufzufüllen.

Als Zubringer für den Rettungsdienst halfen die Kameraden 2015 auch mehrfach. Zudem gab es Verkehrsunfälle, zu denen die Kameraden gerufen wurden. Auch Brandmeldeanlagen gehörten zu den Dingen, bei den Piepser auslösten. Weiter sicherten einige Einsatzkräfte die Wartburg-Rallye, die Trusetaler Radrundfahrt und den Kirmesumzug ab.

Um fachgerecht Hilfe leisten zu können, bedarf es einer soliden Ausbildung. In Trusetal wurden die 34, in der Stadtteilwehr vereinten, Kameraden insgesamt 26 je zweistündige Schulungen angeboten. Wehrführer Brenn zeigte sich mit der Teilnahme zufrieden, forderte die Wehrmitglieder aber auf, sich in diesem Jahr häufiger an den Diensten zu beteiligen. Gesetzlich sind die Kameraden verpflichtet, 40 Ausbildungsstunden pro Jahr nachzuweisen. Brenn merkte an, dass es immer schwieriger werde, diese Vorgaben umzusetzen.

Schichten, Arbeiten außerhalb des Ortes und die Familie seien drei Faktoren, die verständlicherweise Priorität hätten. Trotzdem sollte man sich die monatlich angebotenen vier Schulungseinheiten Zeit nehmen. Schließlich müsse man als Einsatzkraft neuste Technik und Taktiken beherrschen.

Die Trusetaler Mannschaft ist bezüglich des Ausbildungsstands recht gut besetzt. Unter anderem besitzen 28 Wehrleute die Atemschutzausbildung, 29 sind Maschinisten, 25 Truppführer und 18 Motorkettensägenführer. Auf Kreisebene bildeten sich im vorigen Jahr Andreas Ullrich, Sebastian Storch, Marc Baumgarten und Christian Kissmann weiter, Mike Kessler ließ sich an der Landesfeuerwehrschule Bad Köstritz zum Maschinisten für Löschfahrzeuge schulen.

Der Fuhrpark der Wehr kann sich sehen lassen. Im Frühjahr 2015 konnte das restaurierte LF 16/12 wieder in Dienst gestellt werden. Trotzdem machte der Wehrführer auf das Alter der Fahrzeuge aufmerksam. "Die daraus bedingten Schäden und damit auch die Reparaturkosten steigen", sagte er.

Zum Feuerwehrjubiläum im vorigen Jahr spendierte das Landratsamt Meiningen 1200 Euro. Davon gekauft wurde ein IPad, das mit Rettungskarten, Einsatzobjekten, Waldkarten und Hydrantenplänen programmiert ist und im Einsatz unkompliziert genutzt werden kann. Weiterhin reichte das Geld für neue Einsatzhandschuhe sowie für die Jugendfeuerwehr. Durch die Stadt wurden neue Handlampen für die Großfahrzeuge angeschafft. Weiter konnten durch die finanzielle Unterstützung von Stadt und Feuerwehrverein zwei Schlauchanhänger wieder auf Vordermann gebracht werden. Maßnahmen am Gerätehaus und an den Fahrzeugen wurden im vorigen Jahr im Rahmen des Möglichen und im Bereich der Gewährleistung durch die Kameraden selbst durchgeführt, so Brenn.

Bürgermeister Karl Koch bedankte sich für die gezeigte Einsatzbereitschaft. "Es wurden im vorigen Jahr wieder sehr viele freiwillige Stunden geleistet", stellte er heraus und sprach von einem eindrucksvollen Einsatzspektrum. Zudem gebe es eine gut funktionierende Zusammenarbeit von Stadt und Wehrleitung.

Zur Kenntnis nahm Koch den ausliegenden Terminplan der Wehr. Außer Schulungseinheiten sind darin auch die monatlichen Höhepunkte der Wehr festgeschrieben. Am Samstag, 19.März, beispielsweise veranstaltet der Feuerwehrverein in Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr das Traditionsfeuer zum Frühlingsanfang. Als Gäste erlebten Abordnungen befreundeter Wehren aus Brotterode, Nentershausen und Bad Liebenstein die Versammlung mit. Zudem nahmen einige Stadträte teil. Verbunden war die Jahreshauptversammlung freilich mit Beförderungen und Ehrungen. Walter Storch, Walter Rehdanz und Karl-Heinz Eck bekamen das große Feuerwehrehrenabzeichen am Bande, Stufe 1 für 60 treu Jahre. Alle drei Genannten konnten an der Jahreshauptversammlung nicht teilnehmen - Marcus Brenn versprach, die Auszeichnungen so bald wie möglich nachzureichen. (Quelle: STZ vom 14.03.2016, Annett Recknagel)