Jahreshauptversammlung für das Jahr 2012

Bericht aus der STZ vom 27.02.2013
 
Nomen est nomen: Marcus Brenn bleibt nach der Jahreshauptversammlung an der Spitze der Feuerwehr Trusetal und wird zum "Dauerbrenner".
 
"Dort, wo Orte zusammengegangen sind, haben sich die Feuerwehren immer zuerst vertragen", stellte Kreisbrandinspektor Klaus Kleimenhagen zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Trusetal heraus.
 
Richtiger heißen muss es natürlich Stadtteilfeuerwehr Trusetal. Nach dem Zusammenschluss mit der Stadt Brotterode sind die Kameraden beider Orte jetzt um ein gutes Miteinander bemüht. Mit Jens Peter wurde im Januar bereits ein für beide Wehren zuständiger Stadtbrandmeister gewählt. Wahlen standen am Samstag auch bei der Stadtteilfeuerwehr auf der Tagesordnung. Als einziger Kandidat bewarb sich Marcus Brenn um den Posten des Wehrführers - in der zurückliegenden Periode hatte er dieses Amt bereits mit Bravour begleitet und damit Wissen, Können und Flexibilität bewiesen.
Mit nur einer Enthaltung entschieden sich die Wahlberechtigten der Einsatzabteilung Trusetal auch weiterhin für Brenn. Für Stadtbrandmeister Peter ein Zeichen, dass die Mannschaft hinter ihrem alten und neuen Wehrführer steht.
Vor der Wahl hatte Brenn Rechenschaft über das zurückliegende Feuerwehrjahr aggegeben. Insgesamt wurde die Stadtteilwehr Trusetal zu 27 Einsätzen, darunter einzig sechs kleineren Bränden, gerufen. Der Großteil davon lässt sich in die Kategorie "Sonstiges" einordnen. Wobei ähnlich wie in Breitungen auch in Trusetal das gesamte Spektrum der Einsatzmöglichkeiten einer Freiwilligen Feuerwehr deutlich wurde.
 
Zu Hochwasser, Beseitigungen von Ölspuren und Baumsperren, Absicherungen verschiedenster Veranstaltungen, Verkehrsunfällen und Tragehilfen für den Rettungsdienst wurden die Wehrmitglieder angefordert. Selbst das Befreien der Fahrbahn von Schrauben, die mit der Hand aufgesammelt werden mussten, war für die Trusetaler keine große Hürde. Wehrführer Brenn stellte den hohen Ausbildungsstand seiner Mannschaft gesondert heraus. Außer 36 Kameraden mit Truppmannausbildung sowie 28 mit abgeschlossenen Truppführerlehrgang sind 15 Gruppenführer, fünf Zugführer und drei Verbandsführer in der Trusetaler Wehr involviert. Dazu kommen unter anderem 31 Atemschutzgeräteträger, 27 Maschinisten und acht Gerätewarte. Ein Kamerad absolvierte im Vorjahr einen Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz. Die 17 regulären Dienste fanden alle zwei Wochen im Trusetaler Gerätehaus statt. Zudem wurden 2012 drei Einsatzübungen durchgeführt. In diesem Jahr liegt außer einem Containerbrand ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person schon hinter den Trusetaler Kameraden. "Wer beim jüngsten Einsatz dabei war, hat gesehen, dass alles hervorragend funktionierte", lobte Kreisbrandinspektor Kleimenhagen. Als erfreulich bezeichnete er auch die sehr gute Beteiligung der Wehrleute an diesem Ereignis. Mehr als 20 seien vor Ort gewesen. Wehrführer Brenn sprach bezüglich der Teilnahme an Einsätzen von Zahlen, die entsprechend der Tageszeit stark schwankten. Zudem appellierte er an die Kameraden, auch künftig an angebotenen Schulungen und Übungen regelmäßig teilzunehmen. "Im Einsatzfall wird jede Hand gebraucht", so der Wehrführer. Positives vermeldete er auch bezüglich der Ausstattung der Einsatzkräfte.
Nachdem 2011 für jeden Kameraden neue Einsatzstiefel angeschafft wurden, konnten 2012 neue Einsatzjacken gekauft werden. Brenns Dank richtete sich deshalb an Stadtverwaltung und Stadtrat. Der Feuerwehrverein stellte 2012 zudem Gelder für 15 paar neue Handschuhe zur Verfügung. Als bedauerlich bezeichnete der Wehrführer den Einbruch ins Gerätehaus. Ein Laptop wurde dabei entwendet. Erfreut zeigte er sich über die kurzfristige Ersatzbeschaffung für den in die Jahre gekommenen W 50 durch ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug. Das soll nach Ostern im Rahmen einer feierlichen Übergabe in Besitz genommen werden. Vereinsvorsitzender Heiko Baumgarten zog ebenfalls Bilanz über ein sehr aktives Feuerwehrjahr. Bürgermeister Karl Koch wies in seinem Grußwort noch einmal auf das Ehrenamt Feuerwehrmann hin. Weiter dankte er den Kameraden für die Einsatzbereitschaft. Das in Kürze in Trusetal eintreffende Tanklöschfahrzeug, so Koch, sei für das gesamte Stadtgebiet nutzbar. "Wenn wir diese Erkenntnis haben, dann wachsen wir auch gut zusammen", betonte er. Freilich gab es auch etliche Beförderungen und Auszeichnungen. Tino Beck ist nun Löschmeister. Angie Peternell, Marc Baumgarten, Tom Müller und Michael Albrecht bekamen für ihre zehnjährige Treue zur Wehr das bronzene Brandschutzehrenzeichen am Bande. Edgar Dörmer erhielt für seine 50-jährige Mitgliedschaft das große Brandschutzehrenzeichen.