Jahreshauptversammlung 2009

Drei Brände, sechs Alarmierungen bei Verkehrsunfällen, drei zu beseitigende Ölspuren und verschiedene Absicherungsmaßnahmen prägten die Einsatzstatistik der Trusetaler Feuerwehr.
Die Kameraden mussten im Januar vorigen Jahres bei der Firma BMA Alpha Plastik ein Feuer löschen, dämmten eine Rauchentwicklung in der Brotteroder Straße frühzeitig ein und löschten den Brand eines Carports in der Linsenwiese, berichtete Ortsbrandmeister Danny Wagner am Samstag zur Jahreshauptversammlung. Für Ordnung und Sicherheit sorgten die Kameraden beim Seifenkistenrennen, der Wartburg-Rallye, der Trusetaler Radrundfahrt, dem Kirmesumzug und beim Lagerfeuer des Kindergartens. Außerdem mussten sie zweimal Spülarbeiten vornehmen und eine Baumsperre beseitigen. Zudem wurde die Wehr bei einem Suizid und beim Einfangen eines Hundes alarmiert.
Insgesamt kamen die Feuerwehrleute voriges Jahr 22-mal zum Einsatz. Bei der Einsatzstatistik ergibt sich eine Beteiligung von 30 Prozent, was aber am Anfang des Jahres den fehlenden Funkmeldeempfängern geschuldet war, erklärte Danny Wagner. Alle Übungen zusammengefasst ergibt sich eine Durchschnittsbeteiligung von 58 Prozent. Mit Blick auf die Einsatzbereitschaft tagsüber konnte der Ortsbrandmeister eine bessere Kunde vermelden. „Wir können stolz darauf sein, dass wir zwölf Kameraden in der Zeit von sieben bis 16 Uhr einsatzbereit zur Verfügung stehen haben“, so Wagner zu einem ansehnlichen Wert.
Die Kräfte der Einsatzabteilung sind gut ausgebildet. So besuchten Alexander Ehemann und Marcus Brenn den Lehrgang „Ausbilder Truppmann /Truppführer“ an der Landesfeuerwehrschule in Bad Köstriz. Außerdem absolvierte dort Rayk Baumgarten den Lehrgang „Gerätewart“, Marcus Brenn und Danny Wagner schlossen den Lehrgang „Verbandsführer“ mit Bravour ab. Weiterhin stehen zwölf Kameraden beim Truppführer-Lehrgang erfolgreich zu Buche und fünf Kameraden absolvierten den Truppmann-Lehrgang. Weiter verfügt die Einsatzabteilung insgesamt über 22 Truppführer, Zehn LF- und neun TS-Maschinisten sowie 21 Atemschutzgeräteträger.
Angesprochen wurde im Bericht des Wehrführers auch die notwendige Erneuerung des Ausrüstung. Konkret benötigt die Trusetaler Feuerwehr einen Einsatzleitwagen bzw. Mannschaftstransportwagen.
Bürgermeister Karl Koch (Die Linke) versicherte den Kameraden im offiziellen Grußwort am Samstag nicht nur seinen Dank, sondern auch die persönliche Unterstützung bei der Ersatzbeschaffung für das bisherige Fahrzeug zu. „Entscheiden muss das der Gemeinderat“, so Koch, doch das Gremium sei in der Vergangenheit seiner Verantwortung für die Pflichtaufgabe der Kommune stets nachgekommen. Allerdings müsse sich die Wehr darauf einstellen, dass im Falle der Ersatzbeschaffung kein neues Auto gekauft werden soll. „Ein sehr guter Gebrauchter tut es auch“, verdeutlichte der Bürgermeister den Sparzwang der Gemeinde.
Im Bericht von Jugendwart Alexander Ehemann spiegelte sich das aktive Leben der Nachwuchswehr. Diese zählte Ende vorigen Jahres zehn Mitglieder. Höhepunkte im Leben der Jugendwehr waren das Frühlingsfeuer, die Teilnahme an der Orientierungsfahrt mit einem Platz im Mittelfeld sowie die Teilnahme am Kreiszeltlager der Jugendwehren in Bettenhausen und das eigene Zeltlager in Wahles. Gemeinde und Feuerwehrverein haben der Jugendfeuerwehr eine neue Ausrüstung spendiert.
In der folgenden Diskussion spielte die in Wahles vom Feuerwehrverein organisierte Kirmes einen Schwerpunkt. Das finanzielle Ergebnis stand dieses Jahr nicht im rechten Verhältnis zu dem enormen Engagement des Vereins. Dennoch sprachen sich alle Kameraden dafür aus, in diesem Jahr noch einmal eine Neuauflage des Festes zu starten.
Zum Abschluss der Versammlung wurden verdienstvolle Kameraden befördert und geehrt. Werner Oeser, Joachim Schneider, Reinert Häfner, Walter Storch, Walter Rehdanz und Theodor Eck erhielten die Auszeichnung für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Außerdem gab es Grußworte vom Kreisfeuerwehrverband, der durch Gabriele Stöcklein vertreten wurde, sowie von der Partnerwehren aus Nentershausen und befreundeten Wehren der Region.