Jahrehauptversammlung für das Jahr 2014

Bericht aus der STZ vom 23.02.2015(Text und Fotos: Annett Recknagel, Feuerwehr)

Der Wohnhausbrand in Brotterode, wo ein kleines Mädchen starb, zehrt noch heute an den Nerven der Trusetaler Feuerwehrkameraden. Dieser Einsatz hat die Männer geprägt.

Sie beseitigen Ölspuren, retten eingeklemmte Personen, halfen in Not geratenen Katzen. Sie fingen ein landwirtschaftliches Nutztier ein, sicherten Veranstaltungen ab, bargen tote Füchse. All diese Aufgaben hatten die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr im vergangenen Jahr übernommen.

Bei diesem Einsatz kamen sie an ihre Grenzen: Marcus Brenn, Wehrführer der Stadtteilwehr in Trusetal, erinnerte zur Jahreshauptversammlung noch einmal an den Wohnhausbrand in Brotterode, bei dem ein Mädchen in den Flammen gestorben war. "Die psychische und physische Schwerstarbeit kann uns leider keiner abnehmen", sagte er.


(v.l.n.r.) Wehrführer Marcus Brenn, stellv. Wehrführer Sebastian Rommel, Feuerwehrmann Christian Kissmann, Oberfeuerwehrmann Adrian Storch, Bürgermeister Karl Koch und Stadtbrandmeister Jens Peter


Ebenso wenig die Einsatzbereitschaft zu jeder Tag- und Nachtzeit. Dazu kommen all die Stunden, welche die Wehrleute im Gerätehaus verbringen, um die Technik auf Vordermann zu halten. Und auch bei Veranstaltungen im Ort fehlen die Kameraden nie. In Trusetal waren sie 2014 beim Kindertag im Kindergarten dabei, organisierten zwei Feuerwehrfeste, besuchten die Nachbarwehren bei ihren Festlichkeiten, sorgten im Gerätehaus für Ordnung, räumten auf und mähten Rasen. Ohnehin ist das Haus oft genug an Feiertagen und Wochenenden Anlaufpunkt für Wehrmitglieder. In Büro und Werkstatt gibt es immer was zu tun. "Und das machen wir alles gerne", betonte der Wehrführer. "Feuerwehr ist kein Hobby, sondern eine Berufung, eine Lebenseinstellung".

 

Georg Reim und Helmut Ender bei der Ehrung zur 60jährigen Mitgliedschaft in der Feuerwehr


Insgesamt 21mal rückte die Einsatzabteilung im vorigen Jahr aus. Das Spektrum war breit gefächert. Ob bei Bränden, starker Rauchentwicklung, Türöffnungen, Verkehrsunfällen, Baumsperren über die Fahrbahn, Absicherungen und Tragehilfen für den Rettungsdienst - hier wie dort konnte fachgerechte Hilfe geleistet werden.

Wehrführer Brenn sprach allen 36 zur Einsatzabteilung gehörenden Damen und Herren seinen Dank aus. Weiter informierte er über die laufende Ausbildung. 2014 gab es 25 Schulungen, darunter spezielle für Maschinisten und Atemschutzgeräteträger.

Gerd Böhm wird zu 50 Jahren Dienstzeit in der Feuerwehr durch Stadtbrandmeister Jens Peter geehrt


Auf Kreisebene beteiligten sich zehn Wehrmitglieder an Weiterbildungen. An der Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz absolvierte der stellvertretende Wehrführer Sebastian Rommel einen Lehrgang zum Zugführer. Auch an der Einsatzübung Anfang Mai im Kleinschmalkalder Wald beteiligten sich die Trusetaler Kameraden. Weiterhin gab es eine Übung im ortsansässigen Seniorenheim der AWO. Und auch gemeinsam mit der Werksfeuerwehr AL führten Trusetaler und Brotteroder Kameraden 2014 eine Übung durch.

Froh war man über einige Ausrüstungsgegenstände, die durch die Stadtverwaltung an die Feuerwehr gingen. Weiter flossen 2014 Mittel in Reparaturmaßnahmen. Unter anderem wurde eine Tragkraftspritze instand gesetzt und auch um das Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 habe man sich gekümmert. Der durchgerostete Koffer sei erneuert worden.

 

OLM Heiko Baumgarten und BM Udo Iffland werden für 40 Jahre Dienszeit in der Feuerwehr geehrt

 

In diesem Sommer sollen gleich drei Höhepunkte der Trusetaler Feuerwehr groß gefeiert werden. Außer dem 120.Bestehen der Mannschaft ist das der 20. Geburtstag des Gerätehauses und die 20jährige Partnerschaft mit Nentershausen. Außerdem ist im August das zweite Oldtimertreffen vorgesehen. Ein großen Augenmerk legt man weiterhin auf die Zusammenarbeit mit der Stadtteilwehr Brotterode. Forciert werden sollen die Kontakte zur Bad Liebensteiner Wehr. Hier denkt man an eine gemeinsame Übung - über die Grenzen der Landkreise hinaus. Stadtbrandmeister Jens Peter sprach von einer deutlich verbesserten Zusammenarbeit beider Stadtteilwehren im vorigen Jahr.

OLM Sebastian Rommel und BM Dirk Bachmann wurden zum Zugführer bzw. Verbandsführer ernannt


Bürgermeister Karl Koch konnte das bestätigen. "Ihr seid ein Team - im letzten Jahr ist es etwas zusammen gewachsen", formulierte er in seinem Grußwort. Etliche der Einsätze seien zudem zusammen gefahren worden. Und wie sieht es mit dem Nachwuchs aus? Jugendwart Alexander Ehemann berichtete von einem erfolgreichem Jahr der sieben zur Jugendfeuerwehr gehörenden Kinder und Jugendlichen zwischen acht und 15 Jahren. Immer montags stehe Ausbildung im Plan. In den Wintermonaten werde viel Sport in der Halle getrieben. Teilgenommen hat der Nachwuchs im Frühlingsfeuer im Gewerbegebiet, am Fussßballturnier der Kreisjugendfeuerwehr, an der Orientierungsfahrt, am Kreiszeltlager und dem örtlichen Kirmesumzug. Selbst ein Besuch der Rettungsleitstelle habe im vorigem Jahr im Kalender gestanden.


beförderte und geehrte Kameraden:


- Christian Kissmann Beförderung zum Feuerwehrmann
- Adrian Storch Beförderung zum Oberfeuerwehrmann
- Kevin Hollandt Beförderung zum Oberfeuerwehrmann
- Sebastian Rommel Beförderung zum Oberlöschmeister


- Sebastian Rommel Ernennung zum Zugführer der Feuerwehr
- Dirk Bachmann Ernennung zum Verbandsführer der Feuerwehr

- Kevin Hollandt zum 10jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr
- Heiko Baumgarten zum 40jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr
- Udo Iffland zum 40jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr
- Gerd Böhm zum 50jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr
- Helmut Ender zum 60jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr
- Georg Reim zum 60jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr